Bester Zuckerersatz zum Backen

Welche Alternativen kommen als leckerer und gesunder Zuckerersatz beim Backen infrage?

Kuchen, Plätzchen und andere süße Teigwaren sind beliebter denn je. Nicht nur zur Weihnachtszeit wird in Deutschlands Haushalten ordentlich gebacken – es gibt eigentlich immer einen Anlass, um einen Kuchen zu backen. Und welche Zutat darf dabei auf keinen Fall fehlen? Genau, Zucker!

Wäre da nicht der große Nachteil, dass vor allem klassischer Haushaltszucker bei regelmäßigem Konsum dick und krank macht. Doch auf das leckere Stückchen Sonntagskuchen oder auf die Lieblingsplätzchen muss niemand verzichten, denn Backen funktioniert auch ohne Zucker.

Welcher Zuckerersatz zum Backen geeignet ist, verrät der nachfolgende Ratgeber:

Zucker beim Backen ein Muss?

Ein beliebtes Kinderlied bringt es auf den Punkt: „Backe, backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen. Wer will guten Kuchen backen, der muss haben sieben Sachen. Eier und Schmalz, Zucker und Salz, Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gehl!“

Vor allem Zucker darf im Kuchen nicht fehlen. Oder? Während früher bevorzugt zucker- und fetthaltige Lebensmittel auf den Esstischen standen, greifen heutzutage immer mehr Menschen zu gesunden Lebensmitteln. Low Carb, vegan oder Clean Eating sind nur einige Ernährungsarten, bei denen größtenteils auf weißen Zucker verzichtet wird.

Aber wie soll Backen ganz ohne Zucker funktionieren? Kuchen oder Gebäck ohne das süße Etwas können doch gar nicht schmecken. Mit einem gesunden Zuckerersatz fürs Backen gelingen süße Teigwaren auch ohne Zucker und schmecken zudem sogar richtig lecker.

Warum ist Zucker beim Backen so ungesund?

Zucker ist nicht nur beim Backen „in aller Munde“. In so vielen alltäglichen Nahrungsmitteln steckt ein bisschen Zucker. Kein Wunder, dass die meisten Menschen von dem süßen Pulver angetan sind. Speziell beim Backen kommt oftmals eine ordentliche Portion Zucker in den Teig – schließlich soll der Kuchen auch schmecken.

zuckerersatz doktorDoch was lecker schmeckt ist nicht immer gesund. Insbesondere der industrielle Zucker (weißer Zucker oder auch Raffinadezucker genannt) ist bei regelmäßigem und hohem Konsum ungesund.

Zudem ist Zucker nicht immer direkt zu erkennen: Zucker verbirgt sich hinter vielen anderen Begriffen wie etwa in Zusatzstoffen die auf -ose enden – Fructose, Glucose, Laktose, Maltose, Saccharose oder Ribose. Und auch in Sirup und Fruchtkonzentrat ist Zucker vorhanden.

Wenn wir ein Stückchen Kuchen oder ein Weihnachtsplätzchen essen, steigt der Blutzucker im Körper sehr schnell an und die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin, damit die Glucose aus dem Blut gezogen und zum Abbau an die Zellen befördert wird. Danach fällt der Blutzuckerspiegel wieder enorm ab und wir verspüren eine hohe Müdigkeit. In den meisten Fällen wird dann wieder zu zuckerhaltigen Lebensmitteln wie etwa eine Tasse Kaffee mit Zucker oder ein Stückchen Schokolade gegriffen – ein Teufelskreis.

Und das ist längst nicht alles, was Zucker negativ bewirkt. Wer nicht nur durch alltägliche Nahrungsmittel Zucker aufnimmt, sondern auch beim Backen zu Zucker greift, der ist anfälliger für verschiedene Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz- und Kreislaufbeschwerden sowie Alzheimer. Auch für unangenehme Zahnerkrankungen wie Karies ist Zucker der Auslöser.

Ein weiterer unschöner Nebeneffekt von Zucker: er macht dick! Und Übergewicht ist oftmals für viele Erkrankungen verantwortlich.

Während es im Alltag viele Situationen gibt, in denen sich der Konsum von Zucker vermeiden lässt, fällt das Backen ohne Zucker schwieriger. Aber warum? Schließlich gibt es zahlreiche Alternativen, damit das Backen mit Zuckerersatz gelingt und auch schmeckt.

Welche gesunden Alternativen zum Zucker gibt es?

Ein Großteil der heutigen Haushalte setzt den Fokus auf eine gesunde Ernährung. Dementsprechend gibt es auch verschiedene Zuckerersatzstoffe, die fürs Kochen und Backen infrage kommen. Zum bekannten Zuckerersatz gehören unter anderem:

zuckerersatz-honig-iconHonig

Das süße Naturprodukt dürfte in fast jedem Haushalt zu finden sein. Dank der wertvollen Nährstoffe und praktischen Eigenschaften ist Honig eine beliebte Zutat, die sowohl in Getränken als auch in Speisen für eine angenehme Süße sorgt. Allerdings unterscheidet sich das Naturprodukt beim Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, dem negativen Effekt auf die Zähne und bei den Kalorien kaum vom normalen Haushaltszucker.

zuckerersatz-agavendicksaft-iconAgavendicksaft

Wer ein Naturprodukt sucht, das weniger Kalorien als industrieller Zucker besitzt und auch einen geringeren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat, der wird bei Agavendicksaft fündig. Das aus der kakteenähnlichen Agaven Pflanze gewonnene Sirup ist reich an wertvollen Nährstoffen und sorgt mit seiner hohen Süßkraft und einer leichte Karamellnote für eine interessante Alternative zum Süßen von Getränken, Speisen und Desserts.

Mehr Informationen unter: Agavendicksaft als Zuckerersatz

zuckerersatz-kokosbluetenzucker-iconKokosblütenzucker

Bereits vom Namen her lässt sich erahnen, dass dieses natürliche Süßungsmittel aus der Kokospalme gewonnen wird. Obwohl Kokosblütenzucker ähnlich viele Kalorien wie Raffinadezucker besitzt, ist er trotzdem gesünder. Das liegt zum einen an den wertvollen Nährstoffen und zum anderen am geringeren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Aufgrund der nahezu identischen Konsistenz ist dieser Zuckerersatz hervorragend zum Backen oder zur Zubereitung von Desserts geeignet.

Mehr Informationen unter: Kokosblütenzucker als Zuckerersatz

zuckerersatz-stevia-iconStevia

Ein neuerer Zuckerersatz ist Stevia. Das aus der gleichnamigen Pflanze gewonnene Pulver besitzt zwar eine um ein Vielfaches höhere Süße als herkömmlicher Zucker, hat aber keinerlei Kalorien. Zudem stellt Stevia keine Gefahr für die Zähne dar und hat keinerlei Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Kling fast zu gut, um wahr zu sein? Ja, leider hat der pflanzliche Zuckeraustauschstoff einen starken Eigengeschmack, sodass er nicht für alle Zwecke optimal geeignet ist.

zuckerersatz-xylit-iconXylit (Birkenzucker)

Xylit (Birkenzucker) zählt zu den sogenannten Zuckeralkoholen, deren Konsistenz und Geschmack dem klassischen Haushaltszucker nahezu identisch sind. Trotzdem hat Birkenzucker deutlich weniger Kalorien, greift die Zähne nicht an und wirkt sich kaum auf den Blutzuckerspiegel aus. Lediglich bei übermäßigem Konsum kann das alternative Süßungsmittel abführend wirken.

zuckerersatz-erythrit-iconErythrit

Auch Erythrit ist ein Zuckeralkohol, dass sich aufgrund von Konsistenz und Geschmack hervorragend als Alternative zum herkömmlichen Raffinadezucker eignet. Erythrit (Erythritol) besitzt kaum Kalorien, hat kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und ist zahnfreundlich. Zudem zeichnet sich Erythrit durch eine sehr gute Verträglichkeit aus und kann daher auch von Personen mit Lebensmittelintoleranzen verwendet werden.

Mehr Informationen unter: Erythrit als Zuckerersatz

Welche Alternativen sind als bester Zuckerersatz zum Backen geeignet?

Es ist gar nicht so leicht, Zucker in Kuchen und Gebäck zu ersetzen. Denn jeder Kuchen und jedes Plätzchen besteht aus anderen Zutaten und besitzt eine andere Konsistenz. Somit gibt es auch kein wirkliches Patentrezept, wie das Backen ohne Zucker gelingt.

Das Angebot an Zuckerersatzstoffen ist groß und lädt zum Experimentieren ein. Nicht jede Alternative ist gut zum Backen geeignet. Das hat zum größten Teil mit dem Geschmack zu tun. Denn einige Austauschstoffe besitzen einen starken Eigengeschmack, der den Geschmack verfälschen kann. Welcher Zuckerersatz zum Backen ist also der beste? Hier ist unsere Empfehlung:

Bester Zuckerersatz zum Backen:

  • Kokosblütenzucker
  • Honig
  • Agavendicksaft
  • Xylit (Birkenzucker)
  • Erythrit

bester zuckerersatz zum backen

Naturprodukte wie Agavendicksaft und Honig sind ein guter Zuckerersatz beim Backen. Im Gegensatz zum industriellen Raffinadezucker stecken in den natürlichen Süßungsmitteln jede Menge wertvolle Nährstoffe. Zudem schmecken sie echt lecker und geben süßen Leckereien ein besonderes Aroma. Aufgrund ihrer flüssigen Konsistenz eignen sie sich leider nicht für alle Rezepte. Oftmals erhält ein Kuchen aber auch bereits durch die verwendeten Früchte die richtige Süße, sodass vielleicht sogar eine kleine Menge von flüssigen Süßmachern ausreicht, um den Geschmack perfekt abzurunden.
Im Gegensatz zu flüssigen Zuckeralternativen eignet sich Kokosblütenzucker dank seiner Konsistenz hervorragend als Zuckerersatz fürs Backen. Der Kuchen schmeckt damit vielleicht nicht ganz so süß wie mit herkömmlichem Zucker, doch die Form und der Geschmack werden nicht verfälscht.
Auch künstliche Austauschstoffe, wie die Zuckeralkohole Xylit (Birkenzucker), Erythrit oder Sorbit, die aus natürlichen Rohstoffen wie Mais- oder Weizenstärke gewonnen werden, sind auf jeden Fall dem herkömmlichen Industriezucker vorzuziehen. Dank der kaum enthaltenen Kalorien und dem niedrigen glykämischen Index machen diese Stoffe nicht dick und können sogar von Diabetikern verwendet werden. Zudem besitzen Zuckeralkohole die selbe Konsistenz wie Haushaltszucker und sind daher optimal als Zuckerersatz für Kuchen und Desserts geeignet.

Es gibt also genügend Möglichkeiten, beim Backen auf Alternativen zurückzugreifen und somit Kalorien zu sparen und gesünder zu genießen. Wem Kuchen und Plätzchen ganz ohne Süße nicht schmecken, der kann also den industriellen Zucker getrost weglassen und gesunden Zuckerersatz zum Backen verwenden.

zuckerersatz vorteilFazit: Kuchen mit Zuckerersatz genauso lecker!

Backen ohne Zucker – es geht und schmeckt lecker! Wer bei der Ernährung ein wenig auf seine Gesundheit und/oder auf seine Figur achten will, der sollte Zuckerersatz beim Backen eine Chance geben. Denn auch mit Honig, Agavendicksaft, Kokosblütenzucker oder Xylit und Erythrit werden Kuchen, Plätzchen und Gebäck süß und schmecken lecker.

Grundsätzlich sollte jeder, der einen gesunden Zuckerersatz fürs Backen sucht, ausprobieren, was ihm selbst am besten schmeckt. Denn letztendlich sind alle alternativen Süßungsmittel besser und gesünder als industrieller Zucker.