Bester Zuckerersatz – Welche Zucker Alternativen gibt es?

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bester zuckerersatzZucker macht dick und krank! Wer zu viel Zucker zu sich nimmt, der riskiert durch die erhöhte Kalorienzufuhr nicht nur eine Gewichtszunahme, sondern schädigt zugleich auch die eigene Gesundheit.

Dass Zucker Karies verursacht und schlecht für die Zähne ist, lernen wir bereits im Kindesalter. Aber auch die meisten Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht und Adipositas, Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Blutzuckerspiegel oder Gefäßkrankheiten lassen sich auf einen erhöhten Zuckerkonsum zurückführen.

Alternativen für Zucker gibt es viele auf dem Markt.

Aber welche Zuckerersatzstoffe sind gesund, für den Körper unbedenklich und schmecken auch noch gut?

Das Ratgeberportal für Zuckerersatzstoffe, Zuckeralternativen und Zuckeraustauschstoffe informiert über gesunde Alternativen zu raffiniertem Industriezucker.

Welche Stoffe kommen überhaupt als bester Zuckerersatz infrage?

Bevor sich die Frage nach den besten Zuckerersatzstoffen beantworten lässt, sollte zuerst kurz geklärt werden, für welche Art von Zucker Alternativen gesucht werden und warum ein Ersatz für Zucker überhaupt Sinn macht.

Grundsätzlich werden alternative Süßungsmittel zum Ersatz von weißem Haushaltszucker verwendet. Dieser wird auch als raffinierter Zucker, Industriezucker oder Saccharose bezeichnet und besteht jeweils zur Hälfte aus Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker). Er wird aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr gewonnen und durchläuft eine umfangreiche industrielle Verarbeitung bis er letztendlich in der heimischen Küche landet.

Außer einem sehr hohen Energiegehalt von ungefähr 400 Kalorien pro 100 Gramm enthält der stark verarbeitete Haushaltszucker keinerlei weitere Nährstoffe.

Zucker Bestandteile:
50 % Glucose (Traubenzucker)
50 % Fructose (Fruchtzucker)

Zucker Kalorien:
400 Kalorien pro 100 Gramm

Zucker glykämische Index (GI):
70

Der glykämische Index (GI) bezieht sich auf die Blutzuckerwirksamkeit von Kohlenhydraten. Er gibt an, wie schnell der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr des entsprechenden Lebensmittels ansteigt. Mit einem glykämischen Index von 70 zählt der klassische Haushaltszucker zu den Süßungsmitteln im oberen Bereich. Das bedeutet, der Zucker gelangt schnell ins Blut und lässt den Blutzuckerspiegel rasch nach oben springen. Die Folge sind Heißhungerattacken, die häufig zu einer unnötigen Zufuhr weiterer Kohlenhydrate führen.

Der regelmäßige oder erhöhte Konsum von Zucker ist zudem einer der Hauptursachen für die bekannten Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Adipositas, Bluthochdruck, Erkrankung der arteriellen Gefäße oder für die Zuckerkrankheit Diabetes.

Im Zuge einer gesünderen Ernährung wird daher in vielen Haushalten nach guten Alternativen für Zucker gesucht.

Neben den natürlichen Zuckerersatzstoffen auf pflanzlicher Basis werden auch künstliche Süßungsmittel als Zuckerersatz angeboten.

Natürlicher Zuckerersatz

Bei natürlichem Zuckerersatz handelt es sich um gesunde Süßungsmittel auf pflanzlicher Basis.

natuerlicher zuckerersatzIn diese Kategorie fallen zum Beispiel Sirupe, Dicksäfte und Trockenfrüchte, die direkt ohne Weiterverarbeitung den klassischen Zucker ersetzen können.

Des Weiteren zählen auch aus anderen Pflanzen gewonnene Süßstoffe wie etwa Kokosblütenzucker oder Stevia dazu, die weiterverarbeitet werden müssen, bevor sie als Alternative zu Zucker verwendet werden können. Gerade bei diesen Produkten ist allerdings wichtig, auf eine hohe Qualität zu achten. Hersteller sollten nicht nur einen ökologisch nachhaltigen Anbau der Pflanzen garantieren, sondern auch bei der Weiterverarbeitung komplett ohne Zusätze oder Streckmittel auskommen, sodass die Zuckerersatzstoffe möglichst rein und naturbelassen dem Kunden angeboten werden können.

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker ist eine der beliebtesten Alternativen, wenn es um natürliche Zuckerersatzstoffe geht.

In dem aus der Kokospalme gewonnenem Zuckerersatz stecken zwar etwa genausoviele Kalorien wie im klassischen Haushaltszucker, aber darüber hinaus bietet Kokosblütenzucker eine Vielzahl an Vorteilen: Zum einen sind dank des niedrigen glykämischen Index von 35 keinerlei negative Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel zu befürchten. Zum anderen besitzt Kokosblütenzucker auch eine ganze Reihe an wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen.

Aufgrund der ähnlichen kristallinen Konsistenz kann Kokosblütenzucker den klassischen Haushaltszucker optimal ersetzen. Egal ob beim Kochen, Backen oder Süßen von Speisen und Getränken. Obwohl der Zucker aus der Kokospalme stammt, schmeckt er nicht nach Kokosnuss, sondern besitzt einen eher leicht karamellligen Geschmack. Die Süßkraft in etwa vergleichbar mit der von klassischem Haushaltszucker.

Kokosblütenzucker kann ressourcenschonend gewonnen und muss nicht stark weiterverarbeitet werden. Er ist daher auch aus ökologischer und biologischer Sicht zu empfehlen.

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  • 384 kcal pro 100 Gramm
  • Niedrigen glykämischen Index von 35
  • Reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen
  • Perfekte kristalline Konsistenz
  • Leicht karamellliger Geschmack
  • Ressourcenschonende Herstellung

Informieren Sie sich hier genauer über das natürliche Süßungsmittel: Kokosblütenzucker

Stevia

Bei Stevia handel es sich um einen relativ neuen Zuckerersatz, der aus den Blättern der in Südamerika heimischen Stevia Rebaudiana Pflanze gewonnen wird.

Der natürliche Zuckerersatz enthält keine Kalorien und hat weder Einfluss auf den Blutzuckerspiegel noch stellt er eine Gefahr für die Zähne dar. Stevia ist ungefähr 300 Mal stärker als klassischer Haushaltszucker, sodass die benötigten Dosen sehr gering ausfallen.

Zu den aus den Blättern der Stevia Pflanze gewonnenen Steviolglycoside gehören vor allem Steviosid, das allerdings einen leicht bitteren Eigengeschmack besitzt sowie das am besten als Zuckerersatz geeignete Rebaudiosid A. Um den alltagstauglichen Süßstoff aus den Blättern der Stevia Pflanze zu gewinnen, ist allerdings ein relativ aufwendiges Weiterverarbeitungsverfahren notwendig. Ganz naturbelassen ist diese Zuckeralternative daher nicht. Zudem werden in der Regel auch einige Zusatzstoffe beigemischt, damit sich Stevia beim alltäglichen Einsatz besser dosieren lässt oder der Eigengeschmack überdeckt wird.

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  • Keine Kalorien
  • Kein Einfluss auf den Blutzuckerspiegel
  • Keine Gefahr für die Zähne
  • Um ein Vielfaches stärker als Haushaltszucker
  • Besitzt einen Eigengeschmack

Sirup

Bei Sirup handelt es sich um eine konzentrierte, dickflüssige Lösung, die aus den zuckerhaltigen Flüssigkeiten von Früchten oder Pflanzen gewonnen wird.

Bei der Herstellung von Sirup werden diese Flüssigkeiten erhitzt, wobei der Zucker karamellisiert und auf diese Weise die typische Zähflüssigkeit und das kräftige Arom entstehen. Sirup kann aus den verschiedensten Pflanzen und Früchten gewonnen werden. Als Zuckerersatz eignen sich vor allem folgende Sirupe:

Reissirup

Reissirup wird vor allem in Asien als Zuckerersatz verwendet, ist aber auch in Europa erhältlich und erfreut sich aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe und positiven Wirkung auf den menschlichen Organismus stetig steigender Beliebtheit.

Der aus gemahlenem Reis gewonnene Sirup enthält als Zuckerstoffe Oligosaccharide, Glucose und Maltose. Der relativ hohe Anteil an Mehrfachzuckern ermöglicht eine langsame und konstante Energiezufuhr, ohne den Blutzuckerspiegel zu belasten. Zudem sind zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Calzium und Kalium enthalten.

Reissirup enthält keinerlei Fructose, ist glutenfrei, laktosefrei und vegan. Er eignet sich daher auch besonders gut für Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten. Aufgrund der etwas geringeren Süßkraft als Haushaltszucker muss Reissirup entsprechend höher dosiert werden. Der Geschmack kann als leicht nussig und malzig beschrieben werden.

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  • 316 kcal pro 100 Gramm
  • Enthält wertvolle Nährstoffe
  • Ermöglicht eine konstante Energiezufuhr
  • Komplett ohne Fructose
  • Glutenfrei, laktosefrei und vegan
  • Optimal für Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten

Informieren Sie sich hier genauer über den pflanzlichen Zuckerersatz: Reissirup

Ahornsirup

Ahornsirup wird aus dem Saft des Ahornbaumes gewonnen. Er besteht zum größten Teil (etwa 70 Prozent) aus den Zuckerstoffen Saccharose, Fructose und Glucose. Zusätzlich stecken aber auch weitere wertvolle Mineralstoffe und Proteine darin. Ahornsirup hat einen glykämischen Index von 55 und liegt somit im mittleren Bereich.

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  • 260 kcal pro 100 Gramm
  • Glykämischen Index von 55
  • Reich an Mineralstoffen und Proteinen
  • Je nach Qualitätsstufe sehr naturrein

Obstdicksaft

Bei Obstdicksaft handelt es sich um einen dickflüssigen und hoch konzentrierten Saft, der aus Früchten gewonnen wird.

Im Gegensatz zum Sirup kann Dicksaft auch kalt hergestellt werden und muss nicht erhitzt werden. Obstdicksaft hat einen hohen Gehalt an Zucker und Aromastoffen und kann aus den verschiedensten Früchten gewonnen werden. Als Zuckerersatz eignen sich vor allem folgende Säfte:

Agavendicksaft

Agavendicksaft zählt zu den beliebtesten natürlichen Zucker Alternativen. Er wird aus der Agave, einer kakteenähnlichen Pflanze gewonnen. Agavendicksaft besitzt einen relativ hohen Gehalt an Fructose (Fruchtzucker) und gleichzeitig einen niedrigen glykämischen Index (GI) von 20. Im Agavennektar sind zudem auch Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe zu finden.

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  • 310 kcal pro 100 Gramm
  • Niedriger glykämischer Index von 20
  • Hohen Gehalt an Fructose (Fruchtzucker)
  • Enthält Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe

Informieren Sie sich hier genauer über das alternative Süßungsmittel: Agavendicksaft

Apfeldicksaft

Bei Apfeldicksaft handelt es sich um konzentrierten Apfelsaft, der zu einer dickflüssigen Masse eingekocht wird. Neben der natürlichen Süße besitzt er daher auch ein leichtes Apfelaroma. Als Zuckerersatz eignet sich Apfeldicksaft daher vor allem für Süßspeisen, Kompott oder Salatdressings.

Im Gegensatz zu Haushaltszucker kommt Apfeldicksaft mit etwas weniger Kalorien aus. Er besteht zum Großteil aus Glucose, Saccharose und Fruchtzucker. Zudem bleiben bei der Weiterverarbeitung sämtliche Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe aus der Frucht erhalten.

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  • 375 kcal pro 100 Gramm
  • Mittlerer glykämischer Index von 40
  • Hoher Gehalt an Fructose (Fruchtzucker)
  • Enthält Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe

Trockenfrüchte

Auch getrocknete Früchte lassen sich einfach als natürlicher Zuckerersatz verwenden.

In gedörrtem Obst wie Rosinen, Datteln, Feigen oder Pflaumen steckt neben einer hohen Konzentration an Fruchtzucker auch jede Menge wertvolle Mineralstoffe. Trockenfrüchte sind lange haltbar und lassen sich vielseitig einsetzen. So können sie beispielsweise einfach als gesunder, süßer Snack genascht oder auch zerkleinert in Speisen und Desserts als gesunde Süßmacher verwendet werden. Folgende Früchte eigenen sich besonders gut:

Datteln

Bei Datteln handelt es sich um die Früchte der im Mittleren Osten heimischen Dattelpalme. Bereits seit Tausenden von Jahren werden sie von den Bewohnern dieser Region kultiviert und als Grundnahrungsmittel genutzt.

Datteln besitzen einen sehr intensiven, karamellartigen Geschmack und haben einen hohen Zuckeranteil von bis zu 75 Prozent. Des Weiteren enthalten Sie wichtige Mineralien und viele Vitamine.

Datteln können als Trockenobst direkt zum Süßen von Speisen und Getränken genutzt werden. Alternativ können sie auch Dattelsüße, Dattelsirup oder Dattelpüree weiterverarbeitet werden.

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  • 282 kcal pro 100 Gramm
  • Enthalten Vitamine, Mineralien und Spurenelemente
  • Hoher Zuckeranteil sorgt für kräftige Süße

Pflaumen

Ähnlich wie Datteln können auch Trockenpflaumen als Süßmacher genutzt werden. Diese wachsen im Sommer in heimischen Regionen und müssen nicht aus der Ferne importiert werden.

Sie sind reich an Mineralien, Vitaminen und haben sogar zahlreiche Ballaststoffe um die Verdauung in Schwung zu bringen. Trockenpflaumen können direkt zerkleinert zum Süßen genutzt werden. Alternativ können sie auch zu Püree weiterverarbeitet werden.

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  • 240 kcal pro 100 Gramm
  • Enthalten Vitamine, Mineralien und Spurenelemente
  • Ballaststoffe kurbeln die Verdauung an

Honig

Ein klassischer Zuckerersatz ist Honig. Dieser gilt als eines der ersten Süßungsmittel überhaupt. Bereits seit vielen Tausend Jahren wird Honig von Menschen für die Zubereitung von süßen Speisen und Getränken genutzt.

Die von Honigbienen aus dem Nektar von Blüten erzeugt zähflüssige Substanz ist ein echtes Naturprodukt, das ohne Weiterverarbeitung konsumiert werden kann. Im Honig findet man hauptsächlich Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker) sowie Hunderte weitere natürliche Inhaltsstoffe.

Honig lässt sich als Alternative zu Zucker besonders vielseitig einsetzen, sollte jedoch nicht auf mehr als 40 Grad erwärmt werden, da ansonsten die wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. Zum Backen und Kochen daher weniger geeignet, sondern eher als Süßungsmittel für kalte oder lauwarme Speisen und Getränke.

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  • 304 kcal pro 100 Gramm
  • Mittlerer glykämischer Index von 55
  • Enthält zahlreiche zusätzliche Nährstoffe

Künstlicher Zuckerersatz

Bei künstlichem Zuckerersatz handelt es sich um speziell als Süßungsmittel hergestellte Zuckeraustauschstoffe.

kuenstlicher zuckerersatzIn diese Kategorie fallen eine ganze Reihe neuer Zuckerersatzstoffe wie Xylit (Birkenzucker), Erythrit oder Sortbit, bei denen es sich um sogenannte Zuckeralkohole handelt. Obwohl diese Zuckeraustauschstoffe in teilweise sehr aufwendigen Verfahren industriell hergestellt werden, werden die Grundstoffe wie beispielsweise Maisstärke oder Xylan aus einer natürlichen Pflanze gewonnen.

Des Weiteren zählen auch synthetische Süßstoffe wie Saccharin, Sucralose oder Aspartam dazu, die keinerlei pflanzliche Ausgangsstoffe haben und ausschließlich durch chemische Prozesse hergestellt werden.

Zuckeralkohole

Bei Zuckeralkoholen (Polyole) handelt es sich um süße Zuckeraustauschstoffe, die einerseits natürlich in Pflanzen und Früchten vorkommen, andererseits aber auch industriell hergestellt werden.

Sie gelten als Lebensmittelzusatzstoffe und kommen in der Lebensmittelindustrie als Süßungsmittel in Speisen und Getränken zum Einsatz oder werden auch direkt als eigenständiger Zuckerersatz angeboten. Insgesamt sind acht Zuckeralkohole für die Verwendung in Lebensmitteln zugelassen: Xylit (Xylitol, E967), Erythrit (Erythritol, E968), Sortbit (Sorbitol, E420), Mannit (Mannitol, E421), Isomalt (E953), Maltit (E965), Lactit (E966) und Polyglycitolsirup (E964).

Zuckeralkohole haben weniger Kalorien als normaler Zucker und besitzen einen niedrigeren glykämischen Index, sodass der Konsum nur eine geringe Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel hat. Zudem verursachen Zuckeralkohole kein Karies, einige Stoffe wie Xylit sind sogar förderlich für gesunde Zähne.

Allerdings bieten Zuckeralkohole nicht nur Vorteile. Es handelt sich um Zuckeraustauschstoffe, die in aufwendigen chemischen Prozessen hergestellt werden. Außerdem kann der menschliche Körper Zuckeralkohole nur schwer verwerten. Bei einem zu hohen Konsum kann es daher leicht zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall kommen.

Xylit (Birkenzucker)

Der bekannteste Zuckeralkohol ist Xylit (Xylitol, E967). Der auch als Birkenzucker bekannte Zuckeraustauschstoff wird aus xylan-haltige Pflanzenmaterialien hergestellt und kommt natürlich in der Birkenrinde vor. Xylitol hat etwa die gleiche Süßkraft wie Zucker aber weniger Kalorien und einen niedrigeren glykämischen Index.

Da es beim Kontakt mit Speichel der Umgebung Wärme entzieht, hat Xylit einen kühlenden Effekt im Mund. Es kommt daher auch oft in Zahnpflegeprodukten oder in zuckerfreien Süßwaren zum Einsatz. Grundsätzlich hat es einen positiven Einfluss auf die Zahngesundheit.

Als Zuckerersatz ist Birkenzucker in Pulverform erhältlich und kann zum Süßen von Speisen und Getränken aber auch zum Backen verwendet werden. Bekannte Marken wie Xucker greifen bei ihren Süßstoffen auf Xylit zurück.

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  • Gleiche Süßkraft wie Zucker
  • Kalorien 300 kcal pro 100 Gramm
  • Glykämischen Index (GI) 13
  • Geringe Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel
  • Gut für die Zahngesundheit
  • Sorgt für einen kühlenden Effekt im Mund

Erythrit

Erythrit (Erythritol, E968) wird aus Maisstärke hergestellt und hat etwa 75 Prozent der Süße von normalem Haushaltszucker. Es besitzt aber nahezu keine Kalorien und hat mit einem glykämischen Index von 0 keinerlei Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

Ähnlich wie Xylit entfaltet auch Erythrit eine leicht kühlende Wirkung, wenn es im Mund mit Speichel in Kontakt kommt. Daher ist Erythritol verstärkt in Kaugummis, Süßigkeiten oder Erfrischungsgetränken zu finden.

Als Zuckerersatz ist Erythrit in Pulverform erhältlich. In erster Linie wird es zum Süßen von Speisen und Getränken verwendet. Auch Backen mit Erythrit ist möglich, allerdings muss die Menge aufgrund der niedrigeren Süßkraft angepasst werden.

Bekannte Zuckerersatz Marken wie Xucker Light, Sukrin, Sucolin oder Serapur basieren auf Erythrit.

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  • 75 % der Süßkraft von Zucker
  • Kalorien 10 kcal pro 100 Gramm
  • Glykämischen Index (GI) von 0
  • Keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel
  • Entfaltet eine leichte Kühlwirkung im Mund

Informieren Sie sich hier genauer über das kalorinarme Süßungsmittel: Erythrit

Sortbit

Sortbit (Sorbitol, E420) ist ein weniger bekannter Zuckeralkohol als Xylit und Erythrit. Es wird aus Maisstärke hergestellt und besitzt ungefähr 60 Prozent der Süße von normalem Zucker sowie lediglich 60 Prozent der Kalorien. Mit einem glykämischen Index von 9 hat es kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel.

In der Natur ist Sorbit vor allem in Kernobst wie Äpfeln, Birnen und Aprikosen enthalten. Gerade in getrocknetem Obst steckt eine vielfache Menge an Sorbit. Als Zuckeraustauschstoff ist es in einer Vielzahl von Produkten, wie Süßwaren, Backwaren und vor allem in Diabetikerlebensmitteln zu finden. Aufgrund seines süßen Geschmacks und leicht kühlenden Effekts kommt es auch in Kaugummis oder Zahnpflegeprodukten zum Einsatz.

Als Zuckerersatz ist Sorbit in Pulverform erhältlich und kann zum Süßen von Speisen und Getränken genutzt werden.

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  • 60 % der Süßkraft von Zucker
  • Kalorien 260 kcal pro 100 Gramm
  • Glykämischen Index (GI) von 9
  • Kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel
  • Leicht kühlender Effekt im Mund

Weitere Zuckeralkohole sind folgende Stoffe:

  • Mannit (Mannitol, E421)
  • Isomalt (E953)
  • Maltit (E965)
  • Lactit (E966)
  • Polyglycitolsirup (E964)

Synthetischer Süßstoff

Die bekannteste Alternative zu Zucker stellen die synthetischen Süßstoffe dar. Diese werden komplett künstlich hergestellt und sind um ein Vielfaches süßer als herkömmlicher Zucker. Da sie in der Mundflora nicht verstoffwechselt werden, bieten sie Karies verursachenden Bakterien keinen Nährboden.

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  • Acesulfam K (ca. 200 mal süßer als Zucker)
  • Aspartam (ca. 200 mal süßer als Zucker)
  • Saccharin (ca. 300 mal süßer als Zucker)
  • Sucralose (ca. 600 mal süßer als Zucker)

Synthetische Süßstoffe sind als feines Pulver, als Flüssigkeit oder komprimiert als kleine Tabletten erhältlich. Da synthetischer Süßstoff nahezu keinerlei Kalorien besitzt, werden die Produkte oftmals als „Diät“ oder „Light“ Zuckerersatz vermarktet

In Bezug auf eine gesundheitliche Bewertung kann bei den synthetischen Süßstoffen allerdings bisher keine eindeutige Empfehlung für oder gegen die Produkte ausgesprochen werden. Zwar hält das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) den Konsum von zugelassenen Süßstoffen im Rahmen der jeweiligen Höchstmengen grundsätzlich für unbedenklich, trotzdem gibt es eine hohe Anzahl an Studien, die das Gegenteil beweisen wollen. Auch die konkreten Auswirkungen auf die Umwelt, wenn die Süßstoffe nach dem Verzehr wieder ausgeschieden werden und sich nicht komplett abbauen lassen, sind bisher noch ungeklärt.

Bekannte Produkte sind beispielsweise Natreen feine Süße als flüssige Lösung oder als Süßstoff Tabletten im praktischen Spender. Zudem werden auch von verschiedenen anderen Herstellern zahlreiche Produkte angeboten.

Was ist der beste Zuckerersatz?

Welche Produkte als bester Zuckerersatz für die eigne Ernährung infrage kommen, lässt sich pauschal nicht beantworten.

Für jeden, der auf der Suche nach einer gesunden Alternative für Zucker ist, bietet sich dank der zahlreichen verschiedenen Zuckerersatzstoffe eine große Auswahl an Möglichkeiten. Da jede der vorgestellten Zuckeralternativen individuelle Vorteile und Nachteile mit sich bringt und sich die einzelnen Varianten in vielen verschiedenen Kriterien wie Geschmack, Herstellungsverfahren, Kosten etc. unterscheiden, sollte man bei der Auswahl ganz nach den persönlichen Präferenzen gehen.

Am besten sucht man sich ein paar verschiedene Produkte heraus und probiert diese einfach im Alltag aus.

Die Informationen auf dieser Webseite können Ihnen dabei helfen, einen guten Überblick zum umfangreichen Angebot an Zuckerersatzstoffen auf dem Markt zu erhalten. Des Weiteren können Sie sich hier ausführlich über die einzelnen Zuckeralternativen informieren.

Finden sie heraus, welches Produkt als bester Zuckerersatz für Ihre Ernährung infrage kommt.

Bester Zuckerersatz – Welche Zucker Alternativen gibt es?
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