Zuckerersatz bei Candida

Welcher Zuckerersatz bei Candida am besten geeignet ist

Essen macht glücklich und schmeckt. Doch durch eine falsche Ernährung kann dieser Genuss jedoch schnell zum Albtraum werden: Wenn Hefepilze sich aufgrund einer schlechten Essgewohnheit fleißig in unserem Darm vermehren, sorgen diese Pilze nicht nur für unangenehme Symptome, sondern können krank machen.

Mit einer Candida-Diät und dem richtigen Zuckerersatz bei Hefepilz macht das Essen wieder Freude.

Was ist Candida?

question-100pBei Candida handelt es sich um einen Hefepilz, der Kohlenhydrate aus der Nahrung in Kohlendioxid und Fuselalkohole verwandelt. Auf diese Weise entsteht eine sogenannte Candidainfektion, bei der Betroffene unangenehme Symptome bemerken, die nicht nur lästig sind, sondern auf Dauer auch zu verschiedenen Erkrankungen führen können.

Der Hefepilz breitet sich bevorzugt im menschlichen Darm und auf der Schleimhaut aus. Allerdings ist Candida albicans, die am häufigsten nachgewiesene Pilzart dieser Gattung, oftmals auch bei gesunden Menschen auf der Haut, auf den Schleimhäuten sowie auf den äußeren Geschlechtsorganen zu finden. Bereits bei der Geburt oder im Kleinkindalter gelangt der Pilz in und auf den Körper – das Immunsystem sowie anderen Mikroorganismen sorgen dafür, dass sich der Hefepilz nicht vermehrt und es somit nicht zu Beschwerden kommt.

Hat sich der Pilz jedoch ausgebreitet, sind die typischen Beschwerden bei einer Candidose (Candida- oder Hefepilzinfektion):

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfung, Durchfall, Blähungen und Magenkrämpfe bis hin zur Übelkeit und Erbrechen
  • Hautstörungen in den Achselhöhlen, unter den Brüsten, in Finger- und Zehenzwischenräumen, unter dem Unterbauch sowie am Analbereich
  • Nagelinfektionen mit geröteten, geschwollenen oder bei Berührung schmerzenden Finger- und/oder Fußnägeln
  • Juckende oder brennende Schuppen oder Pusteln auf der Haut
  • Hautentzündungen im Windelbereich bei Babys und Kleinkindern
  • Störungen auf den äußeren Genitalien wie eine juckende oder brennende Vagina bei Frauen und einer juckenden und brennenden Eichel und/oder Vorhaut bei Männern
  • Mundsoor (Pilzbefall im Mund und Rachen) mit weißem Belag, leichten Blutungen und Schluckbeschwerden
  • Organschädigungen bei Personen mit schwachen Immunsystem (Babys, älteren oder kranken Menschen) an Lunge, Nieren, Leber, Milz, Gehirn, Nerven, Herz und Augen

Der Hefepilz dringt bei Personen mit chronischen Wunden, einer feuchten Haut sowie bei Menschen mit sehr hohem Schweißaufkommen schneller in den Körper ein und kann sich dementsprechend einfach verbreiten. Aber auch bei einer falschen Ernährung oder dem falschen Zuckerersatz bei Candida kann es zu einer Hefepilzinfektion mit lästigen Beschwerden auf der Haut oder im Darm kommen.

Was hat Candida mit der Ernährung zu tun?

question-100pViele Lebensmittel begünstigen das Wachstum von Darmpilzen wie etwa Candida albicans, sodass das Gleichgewicht im menschlichen Körper durcheinandergerät. Mit einer Candida-Diät und dem richtigen Zuckersatz bei Hefepilz können Betroffene den lästigen Beschwerden den Kampf ansagen und den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen.

Bei einer Candida-Diät wird auf bestimmte Nahrungsmittel komplett verzichtet: So werden Kohlenhydrate, Alkohol und Hefeprodukte aus dem Ernährungsplan gestrichen. Wer auf der Suche nach einem Zuckerersatz bei Candida-Diät ist, wird vielleicht enttäuscht sein – denn Zucker darf bei dieser Ernährungsweise nicht verzehrt werden, genauso wie Weizenmehlprodukte. Somit sind frisches Obst, getrocknete Früchte, Süßigkeiten, Honig, Säfte und Limonaden sowie Brot, Nudeln und sämtliche Lebensmittel mit Weißmehl während der Diät ein absolutes No-Go. Das gilt auch für verschiedene Zuckerersatzstoffe wie beispielsweise Xylit oder Aspartam. Denn nur bei einem Verzicht auf diese Nahrungsmittel kann sich die Darmflora erholen und regenerieren.

Welche Zuckerarten sind bei Candida erlaubt?

Bei einer Hefepilzinfektion ist Zucker äußerst schädlich und begünstigt das Wachstum der Pilze im Darm und auf der Haut. Daher sind alle auf Kohlenhydraten basierenden Zucker und Zuckerersatzstoffe bei Candida albicans nicht empfehlenswert sollte erst nach erfolgreicher Bekämpfung der Candidose wieder in die Ernährung aufgenommen werden.

Als Zuckerersatz eignen sich:

ok-50pSynthetische Süßstoffe

Eine Alternative zu den kohlenhydratbasierten Zuckerarten stellen die synthetischen Süßstoffe dar. Die künstlich hergestellten Süßmacher wie Acesulfam K, Aspartam, Saccharin oder Sucralose enthalten keine Kohlenhydrate und sind daher als Zuckerersatz bei Candida geeignet. Einige Stoffe, wie Acesulfam K können aufgrund ihrer Hitzebeständigkeit sogar zum Kochen und Backen verwendet werden. Dass diese komplett chemisch hergestellten Stoffe aber nicht gerade die gesündeste Alternative zu Zucker sind, sollte jedem klar sein.

ok-50pStevia

Der aus der Stevia Pflanze gewonnene Süßstoff kann ebenfalls bei einer Hefepilzinfektion bedenkenlos verwendet werden. Stevia enthält keine Kohlenhydrate und stellt daher für den Hefepilz keine Nahrungsquelle dar. Beim Kauf sollte allerdings auf 100 % reines Stevia geachtet werden, da viele Zuckeraustausch Produkte mit kohlenstoffhaltigen Zuckeralkoholen vermischt angeboten werden. Zudem besitzt Stevia einen recht intensiven Eigengeschmack.

Grundsätzlich sollten Betroffene die nachfolgenden Lebensmittel in den Speiseplan mit einbauen, um den Köper und die Darmflora wieder in Gleichgewicht zu bringen:

  • frisches Gemüse und frische Kräuter
  • Fleisch, Fisch und Eier
  • Vollkornreis, Hirse, Quinoa und Nüsse
  • Roggen- und Vollkornbrot in Maßen
  • Schafs- und Ziegenmilchprodukte
  • Tofu, Sojaprodukte und Pilze
  • Butter und Öle

Besonders wirkungsvoll gegen Candida-Infektionen sind auch sogenannte Superfoods wie etwa Kokosöl, Granatapfel und Algen.

Der Ernährungsplan bei einer Hefepilzinfektion sollte jedoch immer gründlich mit dem Arzt besprochen werden, um Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien nicht zu fördern.

Welche Zuckerarten sind bei Candida nicht erlaubt?

Bei einer Candidose steht Zucker ganz oben auf der Verbotsliste, da die enthaltenen Kohlenstoffverbindungen als Nahrung für Hefepilze dienen. Wer unter einer Hefepilzinfektion leidet und Zucker zu sich nimmt, züchtet die Pilze, die sich anschließend rasant im Körper vermehren. Daher ist Zucker auf Kohlenstoffbasis beim Hefepilzbefall verboten.

Folgende Zuckerarten sind daher nicht geeignet:

no-50pSaccharose

Klassischer Haushaltszucker wird als Saccharose bezeichnet. Es besteht jeweils zur Hälfte aus Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker). Dabei handelt es sich um Kohlenstoffverbindungen, die dem Hefepilz im Darm als Nahrung dienen. Daher sind weder herkömmlicher Haushaltszucker (aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben) noch Alternativen wie Kokosblütenzucker oder Getreidezucker bei Candida erlaubt.

no-50pZuckeralkohole

Auch bei den Zuckeresatzstoffen, die auf Zuckeralkoholen basieren, handelt es sich um Kohlenstoffverbindungen. Daher sind auch Süßstoffe wie Xylit (Birkenzucker), Erythrit, Sorbit, Maltit, Mannit oder Isomalt bei einer Hefepilzinfektion nicht erlaubt.

no-50pNatürlicher Zuckerersatz

Selbst bei natürlichen Zuckerersatzstoffen wie beispielsweise Honig, Ahornsirup, Reissirup oder Agavendicksaft stellen Kohlenhydrate den Hauptbestandteil dar. Auch diese gesünderen Zuckeralternativen gehören in keine Candida-Diät.

Zudem sollten Betroffene wegen des enthaltenen Fruchtzuckers auf Trockenfrüchte sowie frische Früchte wie Trauben, Birnen und Bananen verzichten. Auch verschiedene Gemüsesorten, wie Kürbis und Süßkartoffeln sind daher nicht geeignet. Darüber hinaus sind auch Alkohol und Weißmehlprodukte bei Erkrankungen durch Candida nicht zu empfehlen, da die raffinierten Kohlenhydrate die Pilzinfektion verstärken können.

Wer bei Candidose nicht auf Milchprodukte in der Ernährung verzichten will, sollte zu Schafs- und Ziegenmilchprodukte greifen, da Kuhmilch schwer verdaulich sind und den Pilzbefall unterstützen können. Und auch von Lebensmitteln mit hohem Hefeanteil wird bei einer Candidainfektion abgeraten.

zuckerersatz vorteilFazit: Vorsicht bei der Zuckerauswahl

Bei einer Hefepilzinfektion im Darm oder auf der Haut ist kohlenstoffbasierter Zucker in der Ernährung auf jeden Fall komplett zu vermeiden. Am besten ist es, während einer Candida-Diät vollkommen auf jegliche Art von Zucker zu verzichten.

Mit Stevia und synthetischen Süßstoffen stehen aber zumindest ein paar Alternativen als Zuckerersatz bei Candida zur Verfügung, sollte das Verlangen nach etwas Süßem zu groß werden.