Zuckerersatz bei basischer Ernährung

Welcher Zuckerersatz bei basischer Ernährung am besten geeignet ist

Heutzutage gibt es zahlreiche Ernährungsarten, die für Körper und Geist gesund sein sollen. Dazu gehört auch die basische Ernährung. In Zeitschriften, auf Blogs sowie im Fernsehen wird immer häufiger vom Basenfasten geredet.

Doch was steckt eigentlich hinter dieser Ernährungsart? Welche Lebensmittel sind basisch? Warum sollte der klassische Haushaltszucker beim Basenfasten vermieden werden und welcher Zuckerersatz ist bei basischer Ernährung am besten geeignet?

All diese Fragen werden im folgenden Ratgeber beantwortet:

Übersicht: Zuckerersatz bei basischer Ernährung

Die folgende Übersicht zeigt die verschiedenen Zuckerarten und deren Verträglichkeit:

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Bei basischer Ernährung geeignet:

Kokosblütenzucker
Agavendicksaft
Apfel- und Birnendicksaft
Dattelsirup
Stevia
Xylit (Birkenzucker)
Erythrit
Sorbit

Bei basischer Ernährung nicht geeignet:

Fructose
Lactose
Haushaltszucker
Honig
Ahornsirup
Synthetische Süßstoffe

Welchen Zuckerersatz bei basischer Diät verwenden?

Beim Basenfasten sollte auf Süßmacher zurückgegriffen werden, die nicht zur Säurebildung im Körper beitragen.

Obwohl der klassische Haushaltszucker und andere Süßmachen nicht wirklich „sauer“ sind, tragen viele dieser Stoffe zur Säurebildung und Übersäuerung des Körpers bei. Mit dem richtigen Zuckerersatz muss aber auch beim Basenfasten nicht auf Süßes verzichtet werden. Zudem haben viele gesündere Zucker Alternativen noch weitere Vorteile, da sie im Gegensatz zum Haushaltszucker Vitamine und Mineralstoffe enthalten und meistens weniger Kalorien besitzen.

Folgende Zuckerarten sind daher geeignet:

ok-50pKokosblütenzucker

Der Kokosblütenzucker stammt aus der Kokosblüte, schmeckt aber nach braunem Zucker mit einem Hauch von Karamell. Dank des geringen glykämischen Index steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von Kokosblütenzucker nur langsam. Daher eignet sich die Zuckeralternative perfekt für die basische Ernährung sowie für Diabetiker.

ok-50pAgavendicksaft

Der Agavendicksaft kommt aus der Tropenpflanze Agave aus Mexiko. Bei der Herstellung von Agavendicksaft wird der dickflüssige Saft gekocht, bis der Wassergehalt gesunken und eine sirup-ähnliche Konsistenz entstanden ist. Agavendicksaft ist süßlicher als Haushaltszucker, kann jedoch aufgrund seines neutralen Geschmacks für zahlreiche Gerichte verwendet werden. Allerdings enthält Agavendicksaft viel Fruktose, sodass der Blutzuckerspiegel schneller ansteigt und Diabetiker mit dem Konsum vorsichtig sein sollten.

ok-50pApfel- und Birnendicksaft

Bei der Herstellung von Apfel- und Birnendicksaft bleibt nicht nur der Zucker aus den Früchten enthalten, sondern auch das schmackhafte Aroma. Dadurch bekommt der Saft einen intensiven Geschmack und eignet sich als Süßungsmittel für Müsli, Desserts und selbst gemachte Smoothies.

ok-50pDattelsirup

Im orientalischen Raum ist Dattelsirup aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Das aus der Dattel gewonnene Süßungsmittel wird für Desserts und andere Gerichte verwendet. Aufgrund des sehr süßen Geschmacks reicht jedoch eine kleine Dosierung von Dattelsirup zum Backen oder Kochen aus.

ok-50pStevia

Der aus der Stevia Pflanze gewonnene Süßstoff ist seit einigen Jahren offiziell als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Obwohl Stevia um ein Vielfaches süßer ist als Haushaltszucker, enthält es keinerlei Kalorien, besitzt allerdings einen starken Eigengeschmack.

ok-50pZuckeralkohole

Bei den Zuckeralkoholen Xylit (Birkenzucker), Erythrit und Sorbit handelt es sich um industriell hergestellte Zuckeraustauschstoffe, die in Geschmack, Konsistenz und Süßegrad dem klassischen Haushaltszucker ähnlich sind. Sie besitzen aber deutlich weniger Kalorien und haben kaum einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

Welche Zuckerarten bei basischer Ernährung vermeiden?

Beim Basenfasten sind saure Lebensmittel und Süßmacher, die zur Säurebildung im Körper beitragen, zu vermeiden.

Die basische Diät erlaubt, bis auf wenige Ausnahmen, keine sauren Lebensmittel. Insbesondere der industrielle Haushaltszucker trägt zur Säurebildung im menschlichen Körper bei, sodass dieser beim Basisfasten vermieden werden sollte. Aber auch andere Süßungsmittel gehören zu den sogenannten Säurebildern, die für eine basische Ernährung nicht geeignet sind.

Folgende Zuckerarten sind daher nicht geeignet:

no-50pFructose (Fruchtzucker)

Fructose ist ein Einfachzucker und in vielen Lebensmitteln zu finden. Da der Körper durch den Konsum von Fruchtzucker schnell übersäuert und zusätzlich der Blutzuckerspiegel stark beeinflusst wird, ist Fruchtzucker für die basische Ernährung nicht geeignet.

no-50pLaktose (Milchzucker)

Laktose ist ein Zweifachzucker, der in Milch und Milchprodukten zu finden ist. Da derartige Produkte bei einer basischen Ernährung nicht auf den Speiseplan gehören, ist auch Milchzucker tabu.

no-50pHaushaltszucker

Klassischer Haushaltszucker, der aus Zuckerrohr (Rohrzucker) oder aus Zuckerrüben (Rübenzucker) gewonnen wird, besteht je zur Hälfte aus Fructose und Glucose. Er ist für die basische Ernährung daher nicht geeignet.

no-50pHonig

Natürlicher Honig enthält im Gegensatz zu Haushaltszucker zwar viele Mineralstoffe und Vitamine, basiert allerdings auf Invertzucker, einer Mischung aus Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose). Während einer Basenfasten Kur ist er daher nicht zu empfehlen.

no-50pSynthetische Süßstoffe

Ob synthetische Süßstoffe sauer oder basisch verstoffwechselt werden, ist bisher noch nicht eindeutig geklärt. Da die Produkte aber komplett künstlich hergestellt werden, sind sie grundsätzlich für die Gesundheit nicht sehr förderlich und sollten daher komplett vermieden werden.

Was ist eine basische Ernährung?

question-100pBei der basischen Ernährung geht es darum, überwiegend zu basischen, anstatt zu sauren Lebensmitteln zu greifen. Dabei handelt es sich um Lebensmittel, die der menschliche Körper zu Basen umwerten kann. Aber welche Nahrungsmittel sind überhaupt basisch, welche sauer?

Sauer ist nicht immer gleich sauer. Daher machen auch nicht alle Lebensmittel mit einem säuerlichen Geschmack den Körper sauer. Beim Verzehr von sauren Nahrungsmitteln oder sogenannten Säurebildnern wird die Säurebelastung von Lunge, Niere oder Haut erhöht. Dadurch kann die Verdauung gestört werden und es treten ungewollte Nebenwirkungen auf. Beim Konsum von basischen Lebensmitteln reagiert der Körper genau umgekehrt und das Wohlbefinden des Menschen ist dank der in der Nahrung enthaltenen Spurenelemente und Mineralstoffe deutlich höher. Die basische Ernährung wirkt entschlackend, entzündungshemmend und positiv auf die Verdauung.

Wichtig: Am Geschmack eines Nahrungsmittels lässt sich nicht festlegen, ob es sich um einen Säure- oder Basenbildner handelt. So schmeckt die Zitrone sauer, obwohl sie im Körper basisch verstoffwechselt wird. Die Milch hingegen hat keinen säuerlichen Geschmack, wird aber sauer verstoffwechselt.

Zu den „stark basischen“ Lebensmitteln gehören:

  • Grünkohl
  • Spinat
  • Gurken
  • Fenchel
  • Trockenfeigen
  • Brennnessel
  • Löwenzahn
  • Petersilie

Weitere Lebensmittel für die basische Ernährung sind:

  • ungesüßtes Obst
  • Gemüse
  • Salate
  • Algen
  • Wildkräuter
  • Mandeln
  • Kokosnüsse
  • Kräutertee

Beim Basenfasten ist es wichtig, saure und basische Lebensmittel unterscheiden zu können und größtenteils auf die Säurebildner zu verzichten. Neben den schlechten (und verbotenen) sauren Lebensmittel gibt es aber auch „gute“ saure Nahrungsmittel, die durchaus in kleinen Mengen verzehrt werden können.

Zu den „guten sauren“ Lebensmitteln gehören:

  • Hülsenfrüchte
  • Vollkornprodukte
  • BIO-Fleisch
  • Tofu
  • Grüner Tee

Die schlechten (verbotenen) sauren Nahrungsmittel sind:

  • Fleisch und Wurst
  • Fisch
  • Milchprodukte
  • Fast Food und Fertigprodukte
  • Essig
  • weißes Mehl
  • Kaffee
  • Früchtetee
  • Softdrinks
  • Alkohol
  • Industriezucker

Die Ernährungsumstellung auf überwiegend basische Lebensmittel wirkt sich positiv auf den Körper und das eigene Wohlbefinden aus. Allerdings fällt der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel vielen Menschen schwer. Mit einem gesunden Zuckerersatz bei basischer Diät fällt die bewusste Ernährung oftmals deutlich leichter.

Warum sollte auch Haushaltszucker vermieden werden?

In nahezu allen Fertigprodukten ist der klassische Haushaltszucker zu finden. Das bekannte Süßungsmittel wird industriell hergestellt und enthält keinerlei wertvolle Mineralien oder Nährstoffe. Bei zu hohem oder zu häufigem Konsum ist Zucker außerdem ungesund für den Körper und macht dick.

Auch wenn Haushaltszucker nicht direkt den Säure-Basen-Haushalt beeinflusst, gehört herkömmlicher Zucker zu den Säurebildnern. Er geht bereits im Mund eine Verbindung mit Bakterien ein und trägt auf diese Weise einen großen Teil zur Förderung der Säurebildung bei.

zuckerersatz vorteilFazit: Gesunder Zuckerersatz beim Basenfasten

Bei der basischen Diät gilt es, den Unterschied von sauren und basischen Lebensmitteln zu kennen, und größtenteils auf saure Nahrungsmittel zu verzichten. Dank des Verzichts auf Säurebildner wird die Verdauung positiv beeinflusst und mit dem Konsum von basischen Lebensmitteln können Erkrankungen vorgebeugt werden.

Mit dem richtigen Zuckerersatz bei basischer Ernährung lässt es sich nicht nur gesünder, sondern auch figurbewusster leben.